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Unterwegs mit deinem neuen Hörgerät

Mit einem Hörgerät, das perfekt auf deine Bedürfnisse eingestellt ist, genießt du quasi ein ganz neues Leben. Weißt du, wie eine Hörminderung festgestellt wird und wer solche Hörgeräte verordnet? Vielleicht fragst du dich auch, welche Maßnahmen für die Anpassung des Hörgerätes erfolgen müssen und wie es mit der Gewöhnung aussieht?

Gerne unterstützen wir dich auf deinem Weg vom schlechten Hören bis zu deinem neuen Leben mit deinem passenden Hörsystem. Hier kannst du dazu Näheres nachlesen.

Oftmals sind es die Mitmenschen und nicht die Person selbst, welche eine Hörminderung feststellen. Hat dir schon öfter jemand gesagt, dass du nicht richtig hören kannst oder deine Ohren nicht richtig zu funktionieren scheinen? Vielleicht hast du auch selbst schon diesen Verdacht? In diesem Fall solltest du nicht zu lange warten und die Ursache herausfinden. Vergiss niemals, dass eine frühzeitig behandelte Hörminderung in der Regel die schwerwiegenden Folgen verhindern kann. Verliere deshalb keine Zeit.

Ist dir bewusst, dass es sich beim Hörverlust um ein deutsches Volksphänomen handelt? Mehr als jeder Sechste in Deutschland kann nicht mehr optimal hören. Das sollte dir zu denken geben.

Anpassung, Krankenkasse und das individuelle Hörsystem

Sehr gerne helfen wir dir auf dem Weg zu deinem neuen Hörsystem. Wir unterstützen dich bei deinem Anpassungsprozess jederzeit. Solltest du Fragen zum Thema Abrechnung mit deiner Krankenkasse haben, darfst du gerne damit auf uns zukommen. Wir bieten dir ein riesiges Netzwerk an Experten und Akustikern für alle Belange. Mit deinen Ohren bist du bei uns daher in besten Händen. Gerne kannst du uns telefonisch für eine umfassende und individuelle Beratung erreichen. Diese erfolgt kostenlos. Wir stellen dir sämtliche Informationen zum Thema Schwerhörigkeit und Hörgeräte zur Verfügung.

Dein Hörverlust wird festgestellt

Besonders empfehlenswert ist es, wenn du dein Gehör testen lässt. Ein solcher Hörtest dauert nur wenige Minuten. So kann dein Hörvermögen am besten eingeschätzt werden. Dazu gehst du entweder zu einem Akustiker oder zu deinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Dort kann dein Hörverlust ganz genau gemessen werden. Die Messergebnisse von deinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt sind für die spätere Abrechnung mit deiner Krankenkasse wichtig. Dein Arzt kann die medizinische Ursache für deine Hörschädigung feststellen und bestimmen. Außerdem können deine Ohren von ihm professionell gesäubert und gereinigt werden. So lässt sich ausschließen, dass zu viel angesammelter Ohrenschmalz der Grund für die Hörprobleme ist.

Für einen Hörtest planst du am besten ca. 20 Minuten ein. Darauf musst du dich nicht besonders vorbereiten.

Schwerhörigkeit, Gehörlosigkeit und Taubheit

Wenn ein Hörverlust von ca. 50 dB gegeben ist, ist von einer Schwerhörigkeit die Rede. Bei diesem Wert spricht der Fachmann von einer mittleren Schwerhörigkeit. Es gibt aber auch noch eine leichte Form der Schwerhörigkeit im Bereich zwischen 20 und 40 dB. Die hochgradige Schwerhörigkeit betrifft einen Hörverlust von 60-80 dB.

Schwerhörigkeit, die an Taubheit grenzt, bedeutet einen Hörverlust ab 90 dB.

Eine taube Person hat eine Hörminderung von mehr als 120 dB.

Im Vergleich dazu kannst du dir einmal anhören, wie laut deine Armbanduhr tickt. Dieses Geräusch hat ca. eine Lautstärke von 20 dB. Normale Gespräche werden in 55 dB geführt. In der Regel beläuft sich der typische Verkehrslärm auf ca. 75 dB.

Deine Verordnung für ein Hörgerät

Bei der Verordnung für ein Hörgerät handelt es sich um ein medizinisches Dokument. Dieses wird von deinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt für dich ausgestellt. Das Dokument ist für die Krankenkasse wichtig. So wird bestätigt, dass ein Hörgerät notwendig ist. Diese Verordnung benötigst du sowohl bei der Erstversorgung als auch bei der frühzeitigen Wiederversorgung mit einem Hörgerät. Ohne diese Verordnung hast du ein Problem.

Eine solche Hörgeräteverordnung wird dann ausgestellt, wenn dein Hörvermögen der gesetzlichen Indikation unterliegt. Ansonsten wird dies von der Krankenkasse nicht anerkannt. Direkt nach der Untersuchung erhältst du diese Hörgeräteverordnung von deinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Anschließend händigst du die Hörgeräteverordnung dem Akustiker deines Vertrauens aus. Bei ihm bekommst du Empfehlungen für Hörgeräte, die sich für deine Situation am besten eignen. Der Akustiker berücksichtigt bei dieser Empfehlung sowohl seine Messung und seine Anamnese als auch deine persönlichen Bedürfnisse sowie dein Budget und deinen Geschmack.

Solltest du ein Im-Ohr-Hörgerät bevorzugen, wird dein Hörakustiker direkt einen Abdruck für die Otoplastik machen. Dafür wird deine Ohrmuschel abgeformt.

Anschließend bereitet der Akustiker das gewählte Hörgerät für dich vor. Je nach Hörsystem kann das zwischen einer und zwei Wochen dauern.

Die Gültigkeit der Hörgeräteverordnung

Insgesamt ist eine solche Verordnung für ein Hörgerät sechs Monate lang gültig. Manche Krankenkassen fordern allerdings, dass die Anmeldung für eine Hörgeräteversorgung bis spätestens 28 Tage nach Ausstellung der Verordnung vorliegt. Deshalb ist es empfehlenswert, den Hörakustiker direkt nach Erhalt der Hörgeräteverordnung aufzusuchen und die Anpassung einzuleiten.

Wie wird mein Hörgerät angepasst?

Sobald das Hörsystem von deinem Akustiker für dich vorbereitet ist, kann die Feineinstellung vorgenommen werden. Dazu zählen sowohl die Lautstärke als auch noch weitere Funktionen. Sämtliche Details werden auf deine Hörvorlieben und auf deine Hörminderung abgestimmt. Dein Akustiker erklärt dir, wie du dein Gerät bedienst. Außerdem informiert er dich über die Reinigung, die Trocknung und den Batteriewechsel. In der Regel solltest du für diese Schulung ca. eine Stunde einplanen. Es folgen noch weitere Termine für die Nachjustierung.

Nun ist es so weit und du kannst deine Hörhilfe endlich zu Hause ausprobieren. Stelle dein Hörsystem in allen täglichen Situationen deines Lebens auf die Probe. Deine Erfahrungen kannst du dann anschließend direkt deinem Hörakustiker mitteilen. Auf dieser Grundlage wird dein Gerät dann entsprechend eingestellt und justiert.

Dein Ziel sollte es sein, dein Hörsystem und dein Hörgerät so einzustellen, dass es einerseits angenehm zu tragen ist und du andererseits die optimale Leistung genießen kannst.

Die Anpassungen sind für dich grundsätzlich kostenfrei. Dasselbe gilt auch für die Einstellungstermine. In der Regel entstehen erst dann Kosten für dich, wenn du ein Hörgerät kaufst.

So gewöhnst du dich an dein Hörgerät

Am Anfang solltest du dein Hörgerät immer in sämtlichen denkbaren alltäglichen Situationen tragen. Es kann dir sehr ungewohnt vorkommen, das ist ganz normal. Vergiss nicht, dass du manche dieser Töne lange Zeit nur gedämpft oder sogar gar nicht wahrgenommen hast. Vielleicht klingt sogar deine eigene Stimme völlig fremd oder zu laut. Eine Hörminderung ist nämlich auch Gewöhnungssache. Du gewöhnst dir sogar selbst an, lauter zu sprechen. Gib deinen Ohren Zeit und sei geduldig, damit du dich an das neue Hörgefühl gewöhnen kannst.

Dein Gehör wird durch die neuen akustischen Impulse trainiert. Du wirst schnell merken, dass du täglich ein großes Stück deiner Lebensqualität zurückgewinnst.

Unsere Expertentipps für dich

Denke daran, dein Hörgerät täglich mehrere Stunden lang zu tragen. Am besten setzt du es frühmorgens ein und nimmst es erst am Abend wieder heraus. Eine Hörpause solltest du wirklich nur bei Beschwerden einlegen, etwa wenn du Kopfschmerzen hast.

Ein kleines Hörtagebuch eignet sich perfekt, damit du alle Auffälligkeiten notieren kannst. Diese Auffälligkeiten besprichst du dann beim nächsten Termin mit deinem Akustiker. Bei der Feineinstellung eines Hörgerätes helfen diese Informationen ganz besonders gut weiter.

HörverlustWissenswertes

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