Mann mit Kopfhörern vor einem Laptop

Was kann ich bei einem Tinnitus tun?

Mehr als jeder Zweite der deutschen Bevölkerung hat im Verlauf des Lebens schon einmal einen Tinnitus wahrgenommen und erlebt. Hast du damit auch schon Erfahrungen gemacht? Ein chronischer Tinnitus wurde bereits bei 20 % der Bevölkerung verzeichnet. Dieser dauert im Durchschnitt länger, als drei Monate an. Besonders zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr beginnen die Symptome. Bei uns erfährst du alles zum Thema Tinnitus: Ursachen, Formen, Symptome und Methoden zur Behandlung.

Tinnitus ist ein Fachbegriff für die Wahrnehmung von unangenehmen Ohrgeräuschen. Die Bezeichnung leitet sich vom originalen lateinischen Wort ab, welches auf Deutsch übersetzt „klingeln“ bedeutet. Die Geräusche im Ohr kannst du nur selbst als Betroffener hören und wahrnehmen. Diese haben ihren Ursprung nicht in einer Geräuschquelle, sondern finden direkt 

Das sausen in deinen Ohren kann entweder rhythmisch oder konstant sein. Als Betroffener empfindest du diese Symptome in unterschiedlicher Lautstärke. Es können noch weitere sekundäre Symptome daneben als Begleiterscheinung auftauchen. Begleiterscheinungen sind:

  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme

Unterschiedliche Formen von Tinnitus

Der Tinnitus kann bei dir in unterschiedlichen Formen auftreten. Es wird wie folgt unterschieden:

  • Akut
  • objektiv
  • subjektiv

 Bei den meisten Fällen von Tinnitus geht es um die subjektive Form. Bei der subjektiven Form kommt es zu einem Fehler in der Verarbeitung an den Stellen der Weiterleitung des Schalls und der Empfindung des Schalls selbst.

Im Bereich des Mittelohrs bis hin zum Kortex können Funktionsstörungen auftreten. Wenn die Dämpfung mangelhaft ist, wird der Schalldruck erhöht. Durch die kleinen Muskeln im Mittelohr tritt das Ohrgeräusch oder der Tinnitus auf. 

Chronischer oder akuter Tinnitus

 Bei einem chronischen oder akuten Tinnitus vernimmst du ein sehr unangenehmes Ohrgeräusch, das ganz plötzlich auftreten kann. Dieses Geräusch hält bis zu drei Monate lang an. Unter einem chronischen Tinnitus hingegen werden im Vergleich zum akuten Tinnitus Ohrgeräusche verstanden, die länger als drei Monate andauern. Chronisch bedeutet daher dauerhaft. Ausschlaggebend ist auch, ob die Lebensqualität fast nicht oder teilweise eingeschränkt ist. In diesem Fall wird wiederum zwischen einem kompensiertem und einem nicht kompensiertem Tinnitus unterschieden.

Eine spontane Besserung oder Heilung der Symptome tritt bei einem akuten Tinnitus häufig auf. Bleibt das Ohrensausen länger bestehen, erhöht sich auch das Risiko, dass es zu einer chronischen Erkrankung kommt.

Der subjektive Tinnitus

 Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten und Ursachen für einen subjektiven Tinnitus. Sehr häufig wird ein Ohrensausen vernommen, wenn sich ein Fremdkörper im Ohr befindet. Dasselbe trifft auch auf typische Erkrankungen, wie zum Beispiel die Mittelohrentzündung zu. Neben diesen typischen Krankheiten kann aber auch Stress zu einem subjektiven Tinnitus führen. Dasselbe gilt für einen Hörsturz oder einen Hörverlust, der mit dem Tinnitus einhergehen kann.

Welche Symptome hat ein subjektiver Tinnitus?

  • Ohrenentzündungen
  • Fremdkörper im Gehörgang
  • bakterielle und virale Infekte
  • Schalltrauma
  • Mittelohrerkrankungen mit Störung der Schallübertragung
  • Tauchunfälle
  • Hörsturz
  • Autoimmunerkrankung des Innenohrs
  • ein Tumor
  • Stress
  • Schwerhörigkeit
  • Probleme mit der Halswirbelsäule 
  • Probleme im Zahnkieferbereich

Objektiver Tinnitus

Bei einem objektiven Tinnitus können die Ohrgeräusche auch von der untersuchenden Person gehört und wahrgenommen, bzw. gemessen werden. Nur in diesem Fall ist von einem objektiven Tinnitus die Rede. Im Vergleich zu einem subjektiven Tinnitus tritt der objektive Tinnitus allerdings relativ selten auf.

Die Symptome für einen objektiven Tinnitus sind: 
  • Akute Funktionsstörung in der Ohrtrompete
  • Spannungen im Mittelohr
  • Durchflussgeräusche in den Arterien, die gehört werden können
  • Atemgeräusche im Ohr

Die Ursachen für einen Tinnitus

Es wurde bisher nur teilweise geklärt, was tatsächlich die Gründe für die Entstehung von einem subjektiven Tinnitus sein können. Eine mögliche Ursache können auch bestimmte Medikamente sein, die sich auf den Hörnerv auswirken. Wenn es sich um gesunde Ohren handelt, kommt es in den Bereichen der Nerven spontan zu einem elektrischen Impuls. Die Rede ist von einer so genannten Spontanaktivität. 

Diese verändert sich dann, wenn der Schall auf das Ohr trifft. In der Folge werden Schall-Informationen zum Gehirn übertragen. Wenn allerdings eine Beeinträchtigung des Hörnervs vorliegt, kommt es zu Auswirkungen auf die Spontanaktivität. Diese Aktivität kommt dann vermindert, bzw. im zeitlichen Verlauf verändert an. Weicht die Spontanaktivität ab, bewirkt dies eventuell einen subjektiven Tinnitus. Der Tinnitus kann allerdings auch im Gehirn entstehen.

Wenn der Tinnitus im Gehirn entsteht, ist von einem zentralen Tinnitus die Rede. Die Informationen werden fehlerhaft übermittelt. Der Übertragungsweg liegt zwischen den Haarzellen im Ohr und dem Gehirn selbst. Kommt es zu Störungen bei diesem Übertragungsweg, kann dies zum Tinnitus führen.

Stress ist allerdings der Hauptauslöser für den Tinnitus. Wenn du unter Stress leidest, reagiert dein Körper auf unterschiedlichste Art und Weise darauf. Es wird beispielsweise das Hormon namens Cortison ausgeschüttet. Diese Ausschüttung führt dazu, dass sich deine Blutgefäße verengen. Dies beeinflusst und beeinträchtigt die Durchblutung. In der Folge sind auch die kleinen Blutgefäße oder die so genannten Kapillaren betroffen. Diese befinden sich auch in deinem Innenohr. Der Vorgang führt zu Gefäßverschlüssen. Dann wird das Innenohr nicht mehr genug durchblutet. Bisher wurde aber noch nicht endgültig geklärt, wie der Tinnitus durch den Stress hervorgerufen wird.

Hilft ein Hörgerät bei Tinnitus?

Mehr als 50 % Prozent der Menschen, die einen Tinnitus haben erleben gleichzeitig einen Hörverlust. Die Lebensqualität kann sich durch ein Hörgerät maßgeblich steigern lassen. Der Hörverlust kann mit dem Hörsystem ausgeglichen werden. Dadurch erhältst du Unterstützung dabei, Geräusche von außen besser wahrzunehmen. Am besten kombinierst du das Hörgerät mit einem so genannten Tinnitus Noiser.

Deshalb setzen zahlreiche Menschen mit Ohrgeräuschen für die Therapie auf ein Hörgerät mit einem solchen integrierten Tinnitus Noiser. Es handelt sich dabei um eine technische Ergänzung am Hörgerät selbst. So kann der Tinnitus besonders gezielt behandelt werden. Das Prinzip der Ablenkung wird dabei angewendet. 

 Das Hörgerät verschafft beruhigende positive Schalleindrücke. Diese ersetzen den negativen Ton des Tinnitus. Als Träger von einem solchen Hörgerät kannst du aus zahlreichen unterschiedlichen angenehmen Geräuschen auswählen.

Das Geräusch bleibt immer leiser, als der Tinnitus im Vergleich. So kann das Gehirn wieder lernen, dass es sich auf die Geräusche der Umwelt konzentriert. Der Träger fixiert sich nicht mehr oder nur noch wenig auf die Ohrgeräusche. Das Gehirn kann anhand dieser Therapie lernen, sich an die Töne zu gewöhnen und blendet diese nach einer gewissen Zeit aus.

Die Anzahl der Tinnitus Patienten ist weltweit relativ hoch. Deshalb haben sich viele Hörgerätehersteller auf diese Problematik spezialisiert. Du hast die Auswahl aus vielen Modellen von namhaften Herstellern. Benötigst du ein Hörgerät mit einer solchen Technik? Sehr gerne kannst du dich mit deinem Tinnitusproblem an uns wenden. Kontaktiere uns dafür, denn wir stehen dir besonders kundenorientiert zur Seite.

Schwerhörigkeit und Tinnitus

Zahlreiche Menschen, die einen Tinnitus haben leiden gleichzeitig unter Schwerhörigkeit. Studien zum Thema Therapie und Ohrensausen haben festgestellt, dass knapp 95 % aller Patienten mit Tinnitus auch eine Hörschädigung haben. Eine beidseitige Hörschwäche ist bei 89 % der Patienten gegeben. Nur 5 % der Patienten haben eine eingeschränkte Hörleistung.

Es wurde noch nicht geklärt, ob die Schwerhörigkeit zu einem Tinnitus führen kann. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass ein geschädigtes Gehör eine direkte Ursache für den Tinnitus hat. Zahlreiche Betroffene, die schon länger eine Hörschädigung haben, weisen gleichzeitig einen chronischen Tinnitus auf. Das Hörgerät ist für dich deshalb eine adäquate Methode, um einerseits deine Schwerhörigkeit zu behandeln und andererseits einem Tinnitus vorzubeugen.

Wie erfolgt ein subjektiver Hörtest? 

Dein Hals Nasen Ohren Arzt überprüft bei einem subjektiven Hörtest wie du mit deinen Ohren Schall wahrnehmen kannst. Als Patient sitzt du in einem speziell schallgedämpften Raum. Du setzt bei diesem Test Kopfhörer auf. Anhand von verschiedenen Tönen und Frequenzen erfolgt dann der Hörtest. Per Knopfdruck kannst du signalisieren, sobald du einen Ton hören kannst. So kann dein Hals Nasen Ohren Arzt einen Hörverlust erkennen und Rückschlüsse auf den eventuell vorhandenen Tinnitus ziehen.

Was bedeuten Otoakustische  Emissionen?

Dabei handelt es sich um aktive Schallabstrahlung. Diese Abstrahlungen gehen von vom Innenohr aus. Oftmals liegen solche Abstrahlungen vor, aber sie werden nicht wirklich wahrgenommen. Sie entstehen durch die mechanische Bewegung der Haarsinneszellen im Außenbereich.

Es wird zwischen evozierten otoakustischen und spontanen Immissionen unterschieden. Die Messung erfolgt anhand der objektiven Audiometrie. Dadurch werden die äußeren Haarsinneszellen auf ihre Funktion überprüft. So kann eine eventuell klinisch relevante Hörstörung abgeleitet werden. Dafür wird eine kleine Sonde in deinen äußeren Gehörgang eingeführt.

Die Diagnose Tinnitus

Deinen Hals Nasen Ohren Arzt solltest du aufsuchen, wenn du den Tinnitus für eine Dauer von einem bis drei Tage hörst. Damit dies erkannt werden kann, geht dein Hals Nasen Ohren Arzt in der Regel folglich vor:

Dir werden einige Fragen zu deinen Beschwerden gestellt, damit die Ursache ermittelt und geklärt werden kann. Nun werden dein Gehörgang und dein Trommelfell mit einem Ohrenspiegel und einer Lupe mit Licht untersucht. Eventuell werden mögliche Schäden im Ohr festgestellt und erkannt. Außerdem untersucht dein Arzt deinen Nasenraum und Rachenraum. Meistens wird ein Hörtest, bzw. ein so genanntes Audiogramm erstellt. Im Anschluss werden die Faktoren ausgewertet, die für den Tinnitus wichtig sind. Zusammenfassung für die Diagnose:

  • Ohrgeräusche Analyse
  • subjektiver Hörtest
  • Untersuchung von Nase, Ohren und Hals
  • Test auf Gleichgewichtsstörungen
  • Geräuschabgabe des Innenohrs wird geprüft
  • objektiver Hörtest
  • Magnetresonanz Tomographie 
  • Blutuntersuchung
  • Computertomographie des Schädels
  • Kiefer und Halswirbelsäule werden untersucht

Welche Therapieformen gibt es bei Tinnitus?

Was die Therapieformen beim Tinnitus betrifft, so kommt es bei diesen immer darauf an, welche Ursachen dafür vorliegen. Deshalb gibt es unterschiedliche bekannte Behandlungsarten. Diese können sein:

  • Verhaltenstherapeutische Ansätze
  • akustische Stimulation
  • elektrische Gehirnstimulation
  • magnetische Gehirnstimulation
  • medikamentöse Verfahren
  • Physiotherapie

Wenn der Tinnitus akut ist, erfolgt sofort eine Behandlung mit Vitamin Präparaten, sowie Cortison und Magnesium. Lokalanästhetika  werden intravenös verabreicht. Alles hängt davon ab, welchen Ausmaß der Tinnitus hat und was die Ursache dafür ist. Darum kann die Therapie auch in Tablettenform oder per Infusion erfolgen.

Musiktherapie bei Tinnitus

Forschungen haben gezeigt, dass Musiktherapie bei Tinnitus hilfreich sein kann. Durch diese Anwendung kann der Tinnitus bis auf ein Summen vermindert werden. Es wird angenommen, dass der Tinnitus entsteht, weil bestimmte Frequenzen fehlen, die vom Patienten nicht mehr gehört werden können.

Eine nachhaltige und erfolgreiche Therapie kann durch entsprechende Entspannungsübungen erzielt werden. Es wurden bereits Erfolge erzielt, welche per Magnetresonanz Tomographie nachgewiesen sind.

Nach einer erfolgreichen Musiktherapie empfindest du den Tinnitus als nicht mehr so quälend. Trotzdem ist es sinnvoll, wenn du deine Lebensqualität mit einem Hörgerät verbesserst. Außerdem kannst du damit deine Chancen erhöhen, den Tinnitus loszuwerden. Das ist ganz besonders bei einem begleitenden Hörverlust sinnvoll.

 Wenn der Tinnitus im Alter auftritt

 In Deutschland gibt es 14 Millionen Menschen, die unter Schwerhörigkeit leiden. Einen Tinnitus weisen zwischen zehn und 15 % der deutschen Bevölkerung auf. Der Tinnitus beschränkt sich allerdings nicht nur auf einen speziellen Altersbereich. Ein Tinnitus kann auch bei einem Kind entstehen. Die Mehrheit der Patienten mit einem Tinnitus ist aber zwischen 50 und 80 Jahre. Das Ohrenrauschen wird öfter bei Frauen, als bei Männern festgestellt. Aber in den letzten Jahren wurden auch viele Fälle von jungen Erwachsenen und Jugendlichen aufgedeckt. Somit tritt der Tinnitus immer häufiger auf. Bei jungen Menschen kann zu viel Lärm auf Musikkonzerten oder lauter Musikkonsum der Grund sein. 

Wie kann ich einem Tinnitus vorbeugen?

Weil es unterschiedliche Gründe für die Entstehung von einem Tinnitus gibt, sind auch die Vorbeugungsmaßnahmen schwer zu definieren. Am besten solltest du einen Schaden durch Lärm vermeiden. Gehe diversen Lärmbelästigungen aus dem Weg und sorge für einen adäquaten Gehörsschutz. Außerdem solltest du Stress unbedingt vermeiden oder reduzieren. Achte daher auf ein optimiertes Zeitmanagement und Sorge für genug Pufferzeiten zwischendurch. Vergiss niemals auf deine Entspannungsübungen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist neben aktiver Stressbewältigung sehr zu empfehlen. Dadurch erhältst du mehr Energie und meisterst den Alltag effizient.

Kontaktiere deinen Hals Nasen Ohren Arzt unverzüglich, wenn du akute Ohrgeräusche wahrnimmst. So kann eine kurzfristige Therapie eingeleitet werden. Diese erfolgt meistens durch Medikamente. So werden langfristige Probleme und Schädigungen bestenfalls verhindert. Es empfehlen sich außerdem regelmäßige Untersuchungen bei deinem Hals Nasen Ohren Arzt, sowie auch fachkundige Untersuchungen bei Verdacht. So kann der Tinnitus so früh wie möglich rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Akustiker mit Qualität 

Gerne kannst du uns zum Thema Hörgeräte und Tinnitus kontaktieren, denn wir glänzen mit Erfahrung und Kundenzufriedenheit. Wenn du Fragen hast, darfst du uns sehr gerne anrufen oder eine E-Mail schicken. Wir beraten dich unverbindlich und seriös zum Thema Hörgeräte und besseres hören. 

Auch zur Thematik Tinnitus und Hörgeräte bist du bei uns genau richtig. Bei Bedarf erklären wir dir unterschiedliche Hörgeräte und Modelle. Wenn du Fragen zum Thema Krankenkassenzuschüsse und mehr hast, darfst du dich gerne an uns wenden.

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